Weil Vielfalt fetzt – Die Wanderausstellung: ein Abschluss, der sich sehen lassen kann
Über 70 Interviews und eine Ausstellung, die quer durch Sachsen gereist ist. Jetzt geht das Projekt „Weil Vielfalt fetzt – die Wanderausstellung” zu Ende und wir schauen mit einem guten Gefühl zurück.
Angefangen hat alles mit der Social-Media-Kampagne „Gesichter der Inklusion”. Menschen mit und ohne Behinderung haben dort ihre Geschichte erzählt, von neuen Chancen, gemeisterten Herausforderungen und persönlichen Träumen genauso wie von Hürden, die im Alltag immer noch im Weg stehen. Die Resonanz war groß. Nur erreichten wir über die digitalen Kanäle oft genau die Leute nicht, die mit dem Wort „Inklusion” wenig anfangen können. Also haben wir die Portraits von den Bildschirmen geholt und auf Stelen gedruckt. So entstand unsere Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt“: dreieckige Inseln, beidseitig bedruckt und mit Platz für 56 Interviews.
Diese Ausstellung war an vielen Orten in Sachsen und Brandenburg zu sehen. Den Abschluss bildete die Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden, wo die Stelen bis zum 28. Mai im Foyer im zweiten Stock standen. Ein Ort, an dem täglich viele Menschen vorbeikommen, von denen einige zum ersten Mal stehen blieben und sich von den Geschichten „unserer“ Gesichter berühren und nachhaltig beeindrucken ließen.
Über die ganze Laufzeit des Projekts ist viel passiert: Lesungen, ein Sommerfest mit Musik und Tanz, Poetry Slams und eine inklusive Erlebnismesse. Lauter Momente, in denen Inklusion nicht von außen erklärt, sondern aktiv erlebt wurde.
Möglich gemacht hat das alles Aktion Mensch. Ohne diese Förderung wäre das Projekt eine gute Idee und in Dresden geblieben. Mit ihr ist daraus eine Ausstellung geworden, die durch ganz Sachsen gereist ist und viele Menschen erreicht hat. Dafür sagen wir von Herzen Danke.
Vielfalt fetzt. Das haben uns über siebzig großartige Menschen gezeigt, jede und jeder auf die eigene Weise. Und auch, wenn das Projekt Wanderausstellung nun endet: Die Interviews führen wir fort, um noch vielen weiteren Menschen eine Stimme zu geben. Wir sind sicher, auch sie haben viel zu erzählen.

Die erste Ausstellung fand mit damals noch 50 Porträts im Hygienemuseum Dresden statt. Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung am 20.09.2022 waren mehr als 100 Gäste vor Ort, darunter die Schirmherrin der Ausstellung Frau Staatsministerin Köpping.

Sieben Stelen standen im Atrium des Jobcenters Nordsachsen. Drei Stelen, darunter auch die Medienstation, wurden im BIZ der Agentur für Arbeit in Oschatz aufgebaut. Dort wurden vor allem junge Menschen und Schüler*innen erreicht, die sich mit Hilfe der Medienstation umfangreich informieren konnten.

Die Kuratorinnen der Ausstellung Katja Rößner, Susanne Rößner und Heike Engelien erlebten, dass Vielfalt fetzt.
