Die Porträtwände im Foyer der Bibliothek. Durch die bodentiefen Fenster ist der Altmarkt mit den Marktständen und der Kreuzkirche zu sehen.

Studierende der TU Dresden zu Gast bei der Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt”

Heike EngelienInklusion

Studierende der TU Dresden zu Gast bei der Wanderausstellung „Weil Vielfalt fetzt”

Am 18. Mai hatte unsere Ausstellung in der Zentralbibliothek besonderen Besuch. Eine Seminargruppe der TU Dresden aus dem Bachelorstudiengang „Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften” kam vorbei, gemeinsam mit Kursleiterin Lina Krüger. Das Seminar trägt den Titel „Ableismus und Soziale Arbeit” und damit passte der Besuch genau ins Thema. 90 Minuten Seminarzeit - das war für eine Ausstellung mit 56 Interviews natürlich knapp bemessen.

Die Gruppe wusste die Zeit dennoch gut zu nutzen. Neben den Portraits stand die Sensibilisierungskiste im Mittelpunkt: Hier gab es Simulationsbrillen, einen Blindenstock, das Braille-Alphabet zum Erfühlen, ein Blindenleitsystem zum Ausprobieren und das „Dumme Fragen”-Kartenset gab Antworten auf Fragen, die man sich oft nicht zu stellen traut.

Die Rückmeldung danach hat uns gefreut: Die Studierenden erlebten ihren Besuch als „wirklich sehr“ gelungen und „hat für lauter Dinge sensibilisiert, die für uns im Alltag selbstverständlich wirken, es in einer Welt voller Barrieren aber eben doch nicht sind“. Die Ausstellung verdiene eigentlich mehr Zeit als ein Seminarslot hergibt. Die Eindrücke sammelten die Teilnehmenden im Seminar anschließend im Rahmen einer Reflexion zur Ausstellung im Zusammenhang mit Ableismus und Sozialer Arbeit, die zu einem regen Austausch über konkrete Ansätze in der Berufspraxis führte.

Genau für solche Momente ist die Ausstellung gemacht. Wenn künftige Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sich mit Inklusion auseinandersetzen bevor sie ins Berufsleben starten, wirkt das weiter. Danke an Lina Krüger und ihre Gruppe fürs Kommen!

 

 

 

Gesammelte Gedanken zu „Ableismus und Soziale Arbeit” in verschieden farbigen Filzstiften auf ein großes Stück Papier geschrieben, z.B. "Benachteiligung derer, die nicht "beeinträchtigt genug" sind", "Eltern/ Angehörige lernen mit", "Kaum Begegnung zwischen nicht behinderten & behinderten Menschen", "Allem hinterher rennen, um die Hilfe zu bekommen, die man braucht", "Behinderung kann jede/n treffen im Laufe des Lebens", "Unsichtbarkeit von Hilfestellen" usw.

Reflexionen der Studierenden zu „Ableismus und Soziale Arbeit” (Fotorechte: Lina Krüger)