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    Theresia

    Stichworte

    [...] mir hat damals in der Klinik niemand gesagt, dass ich Endometriose habe.

    Ich habe angefangen, mich in die Krankheit einzuarbeiten und festgestellt, dass es in Deutschland im Durchschnitt zehn Jahre und sechs Fachärzt:innen braucht, bis man eine Diagnose bekommt.

    Wenn wir einmal die Geschichte hinter Endometriose betrachten, dann kann man davon ausgehen, dass es Endometriose wahrscheinlich schon immer gab.

    Ich glaube, dass die Entstigmatisierung von Frauengesundheit und auch die Debatte um geschlechtergerechte Gesundheit ein bisschen mehr Raum geschaffen hat, damit Frauen überhaupt darüber reden können, dass sie von Endometriose betroffen sind.

    Ich ganz persönlich versuche mit der Krankheit klarzukommen und stoße dabei immer wieder an meine Grenzen.

      Ich bin Theresia Crone und komme ursprünglich aus Schwerin. Ich war dort unter anderem auch als Klimaaktivistin aktiv. Im August 2020 habe ich meine Endometriose-Diagnose bekommen. Ich war im ersten Moment sehr schockiert, weil ich realisiert habe, dass ich einfach jahrelang nicht ernst genommen wurde. Mit 14 war ich das erste Mal in der Notaufnahme, weil ich sehr starke Schmerzen hatte. Daraufhin wurde bei mir ein Ultraschall gemacht, bei dem eine Zyste feststellt wurde. Mir hat aber damals in der Klinik niemand gesagt, dass ich Endometriose habe. Erst mit 20 habe ich es durch eine Bauchspiegelung erfahren. Nach meiner Diagnose ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, weil ich endlich einen Namen für meine Schmerzen hatte. Andererseits wusste ich auch, dass es eine unheilbare Krankheit.

      Ich habe angefangen, mich in die Krankheit einzuarbeiten und festgestellt, dass es in Deutschland im Durchschnitt zehn Jahre und sechs Fachärzt:innen braucht, bis man eine Diagnose bekommt. Das sind immer noch die aktuellen Zahlen, da hat sich in den letzten Jahren nichts verbessert.

      Ich habe mich in meinem Umfeld ständig über die Zustände in Deutschland beschwert und irgendwann haben meine Freunde gesagt: „Du kannst dich ewig weiter beschweren, oder du engagierst dich, damit es besser wird. Du weißt, wie Kampagnenarbeit funktioniert und du hast eine gewisse Reichweite auf Social Media, nutze das doch!“

      So kam es, dass wir 2021 eine Petition gestartet haben, damit wir in Deutschland eine nationale Endometriose-Strategie verabschieden. Diese Petition hatte dann innerhalb von vier Tagen über hunderttausend Unterschriften. Über die Jahre hat sich aus dieser Petition ein eingetragener Verein entwickelt. Wir heißen EndEndoSilence und stehen kurz vor der Gemeinnützigkeit. Der Name bezieht sich darauf, dass wir das Schweigen rund um Frauengesundheit aufbrechen wollen.

      Wir haben es mit unserem Anliegen auch in den aktuellen Koalitionsvertrag geschafft. Es ist natürlich immer die Frage, was aus dem Koalitionsvertrag auch tatsächlich umgesetzt wird. Aber das ist das erste Mal, dass das Wort Endometriose und geschlechtergerechte Medizin in einem Koalitionsvertrag vorkommt.

      Weiterführende Infos und Links

      Endometriose Vereinigung: https://www.endometriose-vereinigung.de/

      Verein EndEndoSilence: www.endendosilence.de

      Instagram Theresia: https://www.instagram.com/theresiacrone

      Foto: Thomas Tiefseetaucher (IG: @thomastiefseetaucher)

       

      Theresia

      Kurztext in Gebärdensprache (das Video besitzt keinen Ton und keinen Untertitel):

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        Theresia

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        [...] mir hat damals in der Klinik niemand gesagt, dass ich Endometriose habe.

        Ich habe angefangen, mich in die Krankheit einzuarbeiten und festgestellt, dass es in Deutschland im Durchschnitt zehn Jahre und sechs Fachärzt:innen braucht, bis man eine Diagnose bekommt.

        Wenn wir einmal die Geschichte hinter Endometriose betrachten, dann kann man davon ausgehen, dass es Endometriose wahrscheinlich schon immer gab.

        Ich glaube, dass die Entstigmatisierung von Frauengesundheit und auch die Debatte um geschlechtergerechte Gesundheit ein bisschen mehr Raum geschaffen hat, damit Frauen überhaupt darüber reden können, dass sie von Endometriose betroffen sind.

        Ich ganz persönlich versuche mit der Krankheit klarzukommen und stoße dabei immer wieder an meine Grenzen.

          Bildbeschreibung und Einsprache des Kurztextes:

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